Neues von Hoyo, Partagás und Trinidad - Rückblick auf das XVI. Festival del Habano (24.-28.2.2014)

Zum 16. Mal veranstaltete Habanos S.A. in der letzten Februarwoche das Festival del Habano. Die Beteiligung an diesem wichtigsten Event für Zigarrenliebhaber aus aller Welt war rekordverdächtig hoch – mehr als 1.500 Teilnehmer aus rund 80 Ländern zog es dazu in die kubanische Hauptstadt. Mit 5THAvenue, dem Offiziellen Alleinimporteur von Habanos für Deutschland und Österreich, reisten über 80 Personen an, auch dies ein neuer Teilnahmerekord.

Gute Nachrichten gab es auf der Pressekonferenz von Habanos S.A.. Das Unternehmen, das zur globalen Vermarktung der weltbekannten Premiumzigarren aus Kuba gegründet wurde, begeht im Jahr 2014 sein 20jähriges Firmenjubiläum. Spitzenvertreter des kubanisch-britischen Joint-Venture-Unternehmens berichteten von einem kräftigen Umsatzwachstum von 8% auf 447 Millionen US-Dollar im Jahr 2013. Habanos S.A. konnte damit seine Position als Marktführer im Segment der handgerollten Premiumzigarren weiter festigen. Der Marktanteil liegt inzwischen bei 70% in Menge und 80% im Wert, natürlich exklusive den USA, in denen die Habanos aufgrund des Handelsembargos für kubanische Waren nicht verkauft werden dürfen. Wichtigste Region für den Verkauf der Habanos blieb Westeuropa. Die stärksten Märkte waren Spanien, dicht gefolgt von Frankreich, an dritter Stelle China (inklusive Hongkong und Macau) vor Deutschland, der Schweiz und Kuba. Habanos werden heute in über 150 Ländern angeboten. Die drei wichtigsten Marken waren Cohiba, Montecristo und Romeo y Julieta, die 62% der Absätze und 48% der Umsätze ausmachen. Die meistverkauften Formate im Wert waren Partagás Serie D No.4, Cohiba Siglo VI und Siglo II.

Mit besonderer Spannung erwarten die Aficionados aus aller Welt alljährlich die neuen Produkte, die Habanos auf dem Festival del Habano der Weltöffentlichkeit präsentiert. Und hier gab es in diesem Jahr wieder einige zu entdecken. Die Partagás Serie D No.6 ergänzt die Linie „Serie“ der Marke Partagás, die damit neben dem Klassiker Serie D No.4, der im vergangenen Jahr eingeführten Serie D No.5, der Serie E No.2 und dem Torpedoformat Serie P No.2 nun insgesamt fünf Formate umfasst. Mit einer Länge von 90 Millimetern ist die Serie D No.6 eine moderne Vertreterin des „short smoke“. Die charakteristisch kräftige Mischung der Serie D No.6 besteht aus einer Auswahl feiner Tabake der Vuelta Abajo im Westen Cubas.

Mit der Le Hoyo de San Juan belebt Habanos S.A. die klassische Linie „Le Hoyo“ der im Jahr 1865 gegründeten Marke Hoyo de Monterrey neu. Für die delikate, feinaromatische Mischung des neuen Formats werden ausschließlich Seco- und Ligero-Blätter der Anbauregion San Juan y Martinez verwendet. Das neue Format Le Hoyo de San Juan hat ein gewaltiges Ringmaß von 54 bei einer Länge von 150 mm. Die Le Hoyo de San Juan ist somit künftig das Format mit dem größten Ringmaß der Marke Hoyo de Monterrey. Es ermöglicht damit eine überwältigende Entfaltung des eleganten und komplexen Geschmacks, den die Mischung dieser Marke aufzuweisen hat, und macht sie so zu einem ganz besonderen Genuss für anspruchsvolle Zigarrenliebhaber.

Trinidad und Gourmet-Küche standen im Mittelpunkt einer festlichen Abendveranstaltung am Mittwochabend. Deren Höhepunkt war die Einführung der neuen Trinidad Vigía, eines Short Robusto-Formats mit einer Länge von 110 mm und einem großen Ringmaß von 54. Der Name „Vigía“ bedeutet auf Deutsch „Wachturm“ und erinnert ebenso wie der Produktionsname „Torres“ an die Türme der im 16. Jahrhundert gegründeten Stadt Trinidad an der Südküste Kubas, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Die imposanten Wachtürme waren in früheren Zeiten wichtig, um die Zuckerrohrfelder zu überwachen, die die Stadt reich und berühmt machten. Exzellent ist die feine Mischung des kompakten Longfillers gelungen, die, wie alle Trinidadformate, ausschließlich in der Zigarrenmanufaktur Francisco Donatién in der Stadt Pinar del Rio gerollt werden.

Zum ersten Mal veranstaltete Habanos S.A. im Rahmen des Seminarprogramms einen internationalen Wettbewerb um die längste Zigarrenasche, den die Kubanerin Olivia Terri souverän für sich entscheiden konnte.

Upmann No. 2 Reserva Cosecha 2010

Den XVI. Habanosommelier-Wettbewerb um perfekten Zigarrenservice in der Gastronomie entschied der Spanier Miguel Antonio Mendez aus dem Restaurant „Cien Llaves“ in Madrid für sich.

Höhepunkt und traditionellen Abschluss des XVI. Festival del Habano bildete die Gala-Veranstaltung am Freitagabend. Stargast war der britische Musiker Tom Jones. Die Auszeichnungen „Hombre del Habano“ gingen in der Kategorie Produktion an den Partagás-Masterblender Arnaldo Bichot, in der Kategorie Kommunikation an den belgischen Sommelier Ben Vinken und in der Kategorie Handel an den Schweizer Zigarrenhändler Urs Portmann.

Das Habanos-Highlight der Gala war die Weltpremiere der H.Upmann No.2 Reserva Cosecha 2010. Das klassische Torpedoformat mit einer Länge von 156 mm und einem Ringmaß von 52 ist eine Ikone der Marke und wird für diese limitierte Auflage nun aus einer Auswahl der besten Tabakblätter der Ernte des Jahres 2010 gefertigt. Zum ersten Mal in ihrer 170jährigen Geschichte wird damit eine Reserva dieser Marke angeboten. Die Mischung dieser ganz besonderen Zigarren entwickelten einige der erfahrensten Masterblender der kubanischen Zigarrenindustrie. Nur 5.000 nummerierte Kisten mit je 20 Stück dieser handgefertigten Kleinode wird es weltweit davon geben, die sicher wieder reißenden Absatz unter Sammlern und Aficionados finden werden.

Die Versteigerung besonderer Humidore zu Gunsten des kubanischen Gesundheitswesens erbrachte in diesem Jahr die stolze Summe von 798.000 Euro. Das Lot Nr. 4, ein mit 350 seltenen Zigarren gefüllter Humidor der Marke Partagás, ging zu einem Preis von 120.000 Euro an den Düsseldorfer La Casa del Habano-Inhaber Muhammet Genc.