Die Welt der Habanos



Eine Habano ist so vielschichtig wie Kuba selbst. Seit über 500 Jahren dient ausschließlich Tabaco Negro Cubano als bestes Rohmaterial für kubanische Zigarren. Das über die Generationen verfeinerte Wissen der Pflanzer hat auch das Endprodukt immer weiter verbessert, das in Hunderten von präzisen Handgriffen entsteht.

HECHO EN CUBA totalmente a mano ist in schnelllebigen Zeiten zum Inbegriff für höchsten Anspruch an Qualität geworden. Wer heute eine echte Habano genießt, der erfreut sich des Nonplusultra aus der Welt der Zigarren. Klicken Sie sich in Ruhe durch die Kapitel, um viel Wissenswertes über Habanos zu erfahren!

Tabakparadies

In kaum einem anderen Land dieser Welt wird besserer Tabak angebaut als auf Kuba. Aber sogar hier sind nur wenige Regionen und ausgesuchte vegas (Tabakpflanzungen) für den Anbau dieser besonders hochwertigen Tabake geeignet, aus denen die Habanos gefertigt werden.

So wie ein guter Wein durch Lage, Boden und Mikroklima (Terroir) geprägt wird, ist auch der Charakter einer Habano eng mit dem Boden verbunden, auf dem die für sie verwendeten Tabake angebaut werden. Die Auslese als maßgebliches und konsequent angewandtes Prinzip begleitet die Produktion eines jeden Tabakblattes bis zur Fertigung der Zigarren in der Manufaktur.

Die Standorte des Tabakanbaus für Habanos sind streng auf einige wenige, genau bestimmte Gebiete, Zonen und Landstriche Kubas begrenzt. In diesen gibt es wiederum nur eine kleine Gruppe von Pflanzungen, von denen jede ihren eigenen, speziellen Anbaustil praktiziert.

Dies sind die vegas de primera (Pflanzungen erster Qualität). Sie gewährleisten eine verlässlich hohe Produktqualität im Tabakanbau, durch die sie sich von anderen Pflanzungen deutlich abheben. Sie verfügen alle über hervorragende Bodenqualitäten und das für die Pflanzenzucht besonders geeignete Mikroklima.

Die Bedeutung vieler dieser Gebiete, Zonen und Landstriche für die Produktion der Habanos ist so groß, dass sie den Status einer geschützten Herkunftsbezeichnung genießen. Sämtliche geschützten Herkunftsbezeichnungen sind im Text mit einem Stern versehen.

1.PINAR DEL RIO*: Name der Provinz im Südwesten Kubas, in der sich die wichtigsten Anbaugebiete befinden; gleichzeitig Name der Provinzhauptstadt. Es ist auch der Name der Tabakregion, die selbst eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist und zu der Anbaugebiete wie die Vuelta Abajo* und Semi Vuelta und Landstriche wie San Juan y Martinez*undSan Luis*gehören.

VUELTA ABAJO*: Die Vuelta Abajo* im Südwesten Kubas zählt zu den am besten für den Tabakanbau geeigneten Zonen der Welt und ist die wichtigste Quelle für Tabake, aus denen die Habanos gefertigt werden. Außerdem ist es die einzige Zone, in der alle Sorten von Tabakblättern (Einlagen, Umblätter, aber auch Deckblätter) erzeugt werden können. Sämtliche Einlage- und Umblätter für Habanos kommen aus dieser einzigartigen Zone. Deshalb ist auch die Vuelta Abajo* eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Aber sogar hier erreicht nur weniger als ein Viertel der Anbaufläche den Rang der vegas de primera, Voraussetzung dafür, Tabake für Habanos zu produzieren.

San Luis*: Ein kleiner Ort im Zentrum der kubanischen Tabak-Kultur, der in erster Linie für den Anbau von Deckblättern bekannt ist. Durch die Lage in der Tabakanbauzone Vuelta Abajo* ist San Luis* ebenfalls eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Hier befinden sich verschiedene berühmte Pflanzungen, wie die vega El Corojo* und auch die vega Cuchillas de Barbacoa. San Luis* ist einer der beiden Landstriche, in denen die Tabake wachsen, die für die Marke Cohiba Verwendung finden.

San Juan y Martinez*: Der andere berühmte kleine Ort in der Tabakanbauzone Vuelta Abajo*, der ebenfalls eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist. Besonderes Ansehen genießt San Juan y Martinez* wegen des Anbaus von Einlage- und Umblättern. Hier befindet sich auch die berühmte Pflanzung Hoyo de Monterrey. Aus den besten vegas dieser Gegend stammen ebenfalls Tabake für die Marke Cohiba.

SEMI VUELTA*: Eine Tabakanbauzone, ebenfalls in der Pinar del Río-Region gelegen. Sie ist in erster Linie auf den Anbau von Um-und Einlageblättern für Tripa Corta - Shortfiller-Habanos spezialisiert. Traditionell wird der Teil der Pinar del Rio*-Region, der nicht zur Vuelta Abajo gehört, Semi Vuelta genannt. Die Anbaufläche, die für Habanos genutzt wird, ist jedoch sehr klein: sie beträgt nur knapp ein Prozent der gesamten Tabakanbaufläche. Die Böden sind für Pflanzschulen allerdings gut geeignet, deren Setzlinge später in die Vuelta Abajo* kommen. Der meiste hier angebaute Tabak wird für andere Zwecke verwendet.



LA HABANA*: Havanna, die Hauptstadt Kubas. Obwohl in Havanna selbst kein Tabak angebaut wird, gab sie dem berühmtesten Exportprodukt Kubas den Namen, da von ihrem natürlichen Hafen aus die Habanos ursprünglich ins Ausland verschifft wurden.



2. PARTIDO*: Gegründet im frühen 17. Jahrhundert, ist Partido* eine historische Tabakregion, in der eine ganze Reihe von Tabakanbaugebieten existieren. Traditionell befinden sie sich im Südwesten, vor einiger Zeit wurden sie auf den Südosten von Havanna ausgeweitet. Auch der Begriff Partido* ist ein geschützter Begriff, spezialisiert ist man hier auf den Anbau von Deckblättern für Long- und Shortfiller. Die Region im Osten umfasst zwei weit voneinander getrennt liegende Tabakanbaugebiete.

3. REMEDIOS*: Die älteste Region der Tabakproduktion in Kuba und geschützte Herkunftsbezeichnung. Von hier kommen alle Blattsorten für die Habanos-Marke José L. Piedra. Der Boden und das Klima haben ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter.

4. VUELTA ARRIBA*: Region im Osten Kubas: InBariay, im östlichsten Teil dieser Region, betrat Cristóbal Colón (Christoph Kolumbus) im Jahr 1492 erstmals kubanischen Boden und machte dabei Bekanntschaft mit dem kubanischen Tabak. Auch diese Region ist herkunftsgeschützt. Bis heute wird hier Tabak angebaut, der jedoch nicht für die Produktion von Habanos verwendet wird.

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